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Jakob Lorber: Die große Zeit der Zeiten Jakob Lorber Bücher Bibel Neuoffenbarungen

Jakob Lorber: Die große Zeit der Zeiten

Die Erlösung Pathiel

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  • 2438
  • © Lorber Verlag
  • Kartoniert
  • 7. Auflage
  • 978-3-87495-179-1
  • Jakob Lorber

  • 0,238 kg
  • 208 Seiten
Das 151 Verse umfassende Lied „Die große Zeit der Zeiten“ beginnt mit der großen Frage an... mehr

Das 151 Verse umfassende Lied „Die große Zeit der Zeiten“ beginnt mit der großen Frage an Menschen, Erde, Sonnen, Engel: „Welche ist die größte Tat der ewigen Liebe?“ – Nachdem der treue Forscher „in der Gottheit Wunderhallen“, der traute Späher, „wühlend in der Sterne Bahnen“, der helle Seher, der Priester, der fromme Dulder und der stille Wandrer auf den Wegen Seiner Gnade, aber auch die Sonnen und Engel die rechte Antwort nicht ganz treffen können, wendet sich der VATER mit seiner Frage an ein armes Kind von etwa sieben Jahren. Ob der kleine Pathiel die Antwort finden wird? – Eine Offenbarung erlösender Liebe.

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Übersicht der Themen

  1. Vorleitung
  2. Einleitung

Leseprobe aus dem Inhalt (Auszug):

Vorleitung

Also sprach und spricht der Geist Gottes durch den erweckten Geist eines Menschen zu den Menschen, die eines guten Herzens und Willens sind, durch ein schlichtes Lied, dessen Name es nur zu klar zeigt, wie so ganz eigentlich es für diese Zeit gegeben ward. – Daher säume nun niemand es sich anzuschaffen, denn es ist kein Werk eines menschlichen, sondern eines göttlichen Geistes durch den menschlichen.

Dieser göttliche Geist aber sprach und spricht also:

Einleitung

Es solle aber dieses große Lied heißen „Die große Zeit der Zeiten“, welche Zeit da ist eine Zeit der Erlösung; darum aber wird euch dieses große Lied gegeben, auf daß ein jeder, so er sich darinnen werktätig als in der Quintessenz Meiner Liebe finden wird, der Erlösung in sich alsobald teilhaftig wird, d.h., es wird ihm eine neue Frucht gegeben werden, und er wird dieser neuen Frucht leben fürder und ewiglich. Daher solle niemand an diesem Liede etwas ändern, sondern da es ihm unverständlich scheinen wird, solle er eingehen in seine Demut, so wird er die lebendige Frucht finden. –

Wie es aber ist bei einem Baume, da gerade da, wo die Rinde am unebensten wird, eine befruchtete Knospe hervorbricht, also wird es auch sein dahier.

Daher wohl dem, der sich an manchen Unebenheiten nicht stoßen wird; denn er wird darinnen finden, das er noch nie geahnet hat, d. h. er wird finden die lebendige Frucht aus der großen Zeit der Zeiten, oder den freien Anteil an der Erlösung zur wahren Wiedergeburt und daraus zum ewigen Leben; und es wird an ihm offenbar werden, daß er den Tod nicht schmecken und sehen wird ewig Amen.

 1. Was meint ihr kleinen Völker auf der Erde fernen Zonen und ihr Geschlechter alle, die ihr seid, um Sterne zu bewohnen, was meint ihr Erden, Monde, und ihr alle großen Sonnen, und ihr auch, die ihr über allen Sonnen pflegt zu thronen – diewelche aus der Gottheit zahllos größten Liebetaten als allergrößte sich im treuen Herzen möcht verraten? – – O ratet nicht auf die Unendlichkeit, erfüllt von Werken, obschon der Größe nicht einmal die größten Engel merken! Auch ratet nicht auf der Atome Zahl in all den Räumen und wie unendlich viel da im Endlosen möchten säumen.  

2. O ratet nicht auf zahllos Milliarden Hülsengloben, in deren jede Milliarden Sonnen sind geschoben, o ratet nicht auf jene Zahl von großen Geister-Heeren – und laßt euch selbst von Engelsgrößen nicht zu leicht betören, obschon nun eines Engels Auge spottet allen Globen, denn Größres faßt des Wimper schon, als all die Globen loben! O denket nicht, wie viel in einer Stund sich Leben mehren in allen endlos' Räumen, ja in allen Äthers Meeren. – O denket, daß in allen diesen nicht wird zu erraten da sein der ew'gen Liebe größte aller größten Taten.  

3. Ihr möget raten hin und her und auf und ab gleich Blitzen und eure Phantasie in aller Sonnenglut erhitzen – und tun dergleichen fort und fort durch alle Ewigkeiten, des ungeacht't werd't ihr der Wahrheit Spur nicht näher schreiten; wohl aber euch entfernen mehr von ihr zu Trillionen und werd't verlieren noch, da ihr zu zählen habt begonnen. Daher auch suchet nimmer ihr in all den Schöpfungsräumen, ihr werd't nicht finden, wo der Liebe Größtes pflegt zu keimen. Es deckt der kleine Finger aber an das Aug' gehalten schon mehr, als du in allen Ewigkeiten möchtst entfalten. – –  

4. Und bin Ich auch unendlich schon in einer Milbe Leben und größer noch in jenen Punkten, die in Räumen schweben, von da ihr Licht zu euch durch ungemessne Fernen blitzet, wenn euch der Nächte Dunkel mild vor grell'ren Strahlen schützet. Und möcht't ihr alle die Unendlichkeiten ängstlich treu summieren und wie am Staube, so an Sonnen Meine Größ' probieren; wie schon gesagt, es würd' euch dieses alles wenig nützen und mögt ihr euch in Milliarden Tropfen auch zerschwitzen. Nur eines ist, auf das ihr alle gar getreu sollt merken, und dieses ist: Den Größten schaun in Seinen kleinsten Werken! –

5. Was meinst du treuer Forscher in der Gottheit Wunderhallen, das welche Wunder ist das größte wohl in allen Allen? – Du sagst: Das Licht ist wohl das größte, das ein Aug mag schauen, denn ohne Licht wär eine Torheit, eine Welt zu bauen! – So übel war, du Forscher, deine Antwort wohl mitnichten; denn nur im Lichte pflegt der Große alle Werk' zu richten. Doch wenn das Licht du möchtest als der Wunder größtes preisen und so der Wirkung statt dem Grunde deine Treu erweisen, wär das nicht so, als wenn da jemand ernstlich möchte sagen: Der Tag ist größer denn die Nacht, gemacht das Licht zu tragen.  

6.  O wahrlich! nicht das Licht ist es, das unter allen Taten als aller Wunder größtes sich in Meiner Größe möcht beraten; denn wär im Lichte wohl zu finden Meiner Taten größte, auf daß sie dir daselbst der Knoten allverworrnsten löste, so wär der kleinste Funke, der dem Lichte ist entsprossen, als Licht dem großen Lichte gleich, das allorts ausgegossen ist über Sonnen, Welten und in allen freien Räumen, in welchen erst zu neuen Sonnen große Samen keimen. O sieh, wie arg du treuer Forscher so dich hast gefangen! Daher du sollest richten nach was andrem dein Verlangen. –  

7. Was meinst du trauter Späher, wühlend in der Sterne Bahnen, was dünkt als Größtes dir, daran dich deine Sterne mahnen? – Du sagst: Der Raum ist es, in dem sich alle Größen messen, in dem am End' doch aller Größen größte wird vergessen. – Auch du hast übel nicht, Ich sag es dir, das Ding beraten, denn in dem Raum sind ja vollbracht von Mir die größten Taten; ja ohne Raum möcht niemand auch nur eine Milb' erschaffen, nicht einmal ein gar kleinstes Atom von der Stelle schaffen. Doch wenn den Raum du als das Allergrößte magst bekennen, mit welchem Namen wirst du denn die Ewigkeit belehnen? –  

8. O sieh, wie gröblich wieder du an Mir dich hast betrogen, – nicht Mich, nicht andre, höre! – dich nur hast du angelogen! Denn wär der Raum das Größte, wie du irrig pflegst zu meinen, o siehe, alle Engel würden solche Größ' beweinen! Sie würden sagen: Wo zwei gleiche Größen sich aufwiegen, wie soll da eine wohl der andern weichend unterliegen? – Denn wo der Tatengrößen sich als Größte soll bekunden, da wird von Raum und Zeit und Licht fürwahr nicht viel empfunden; denn außer Raum und Zeit gestellt ist schon des Geistes Leben, wie soll denn der besiegte Raum dir das Bedungne geben?! –  

9. Was möchtst du heller Seher Mir als Größtes denn besingen und so als hoher Fragen Preis die Weisheit dir erringen? Doch merk, nur eines darfst aus deiner Kammer du Mir nennen; denn zwei kann niemand je als eine Größe gar bekennen! – – Du sagst: Es ist ja die Unendlichkeit! – Ich bin zufrieden, denn Größres mag dein Mund wohl nennen nicht im Raum hienieden. Und wahr ist es, es wieget die Unendlichkeit die Größen sowohl in Zeit und Raum, und alles wird nach ihr bemessen. Doch eines hätten wir, Mein heller Seher, bald vergessen: wonach die Fruchtbarkeit der Infusionen wird gemessen?!  

10. Spricht denn Endloses sich in Zeit und Raum nur aus hienieden? / Was ist denn jeder Teilung dann hernach für Los beschieden? Und findst Endloses du bei eines Stäubchens Teilung walten und siehst, daß solches eigen ist den niedrigsten Gestalten, wie mochtst du wohl erwähnet haben, das nicht löst die Frage, in welcher Ich für dich und alle Kinder Liebe trage! – Und wär Unendlichkeit das Größte, das du Mir magst nennen, o sieh, was möcht Mich dann, wie dich, vom losen Staube trennen? Und möcht ein Ding so klein und kleiner als ein Punkt dir scheinen, Unendlichkeit ist's innen, glaub, sonst wirst dein Irr' beweinen!

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